Distanz, aber wie?!

Wenn es um den Kontakt zu toxischen Personen geht, bin ich mittlerweile sehr tough geworden und habe eigentlich nur eine klare Empfehlung: Distanz, und zwar so viel wie möglich.

Nullkontakt

Um eine destruktive Beziehung endgültig hinter sich zu lassen, ist Nullkontakt ein genau so einfaches wie effektives Tool. Nullkontakt bedeutet, dass man nach der Trennung vom Ex-Partner jeglichen Kontakt zu diesem einstellt. Und mit keinen Kontakt meine ich wirklich keinen Kontakt und z.B. stundenlanges Stalken der Facebook-Seite des Ex-Partners zählt als Kontakt.
Im konkreten Fall heißt das alle Kommunikationskanäle sperren wie whatsapp, Facebook, unter Umständen Telefonnummer blocken etc. Klingt radikal? Vielleicht, wirkt aber.
Zu Anfang wird es hart sein, den Nullkontakt aufrecht zu erhalten, aber irgendwann geht es. Erst zählt man quasi Stunden, dann Tage und irgendwann will man überhaupt keinen Kontakt mehr.

Warum ist Nullkontakt effektiv?

Weil man so Distanz gewinnt zum Ex-Partner und die Beziehung realistisch sehen kann ohne rosarote Brille. All die Manipulationen und destruktiven Muster einer solchen Beziehung brauchen Zeit, um an die Oberfläche zu kommen. Zu Beginn der Trennungszeit fühlt es sich vermutlich an, als hätte man Kleister im Kopf. Das ist die Folge der missbräuchlichen Verhaltensweisen und des ungeheuren Stresses innerhalb der Beziehung. Erst wenn der Kleister nicht mehr im Kopf ist, kann man klar denken. Und um dahin zu kommen, ist Nullkontakt einfach und effektiv.

Wann Nullkontakt schwierig wird?

Nullkontakt einzuleiten ist natürlich schwierig bei gemeinsamen Kindern oder wenn es andere Verbindungen gibt, z.B. wenn der Ex-Partner in der gleichen Firma arbeitet. Hier wäre mein Rat aber nichts desto trotz ebenfalls Distanz: so viel wie eben geht. Vor allem emotionale Distanz wäre wichtig, um sich zu lösen. Hier kann es helfen, sich bewusst vor Augen zu halten, wie die Beziehung wirklich war. Mit all ihren Facetten und destruktiven Inhalten.

Distanz zu toxische Familienangehörigen

Habt ihr wie ich ein toxisches Familienmitglied, ist es ungleich schwerer auf Distanz zu gehen. Und ich habe hierbei noch leicht reden, denn mein Vater ist schon seit über 10 Jahren von meiner Mutter geschieden. So war es für mich mit deutlich weniger Einschränkungen verbunden zu ihm auf Distanz zu gehen.
Oftmals ist es ungleich schwieriger zu Familienmitgliedern auf Distanz zu gehen, denn so stört man den Familienfrieden und schließt sich eventuell sogar von Familienevents aus.
Zu Familienmitgliedern auf Distanz zu gehen, ist hart. So richtig hart. Aber für mich hat es sich gelohnt, diesen Schritt zu gehen. Ich fühle mich deutlich besser und es war eine enorm effektive Möglichkeit, um meine Grenzen zu schützen. Vor allem zu Anfang war es auch für mich hart diesen Schritt einzuleiten, aber auf lange Sicht überwiegen die Vorteile total.

Auf Distanz zu gehen, sollte man also unbedingt ausprobieren, wenn man eine toxische Persönlichkeit in seinem Umfeld hat. Auch wenn es gerade am Anfang hart wird, der Lohn auf lange Sicht ist ungleich höher. Wie zum Beispiel mehr Ruhe, Seelenfrieden,…

Advertisements

2 Gedanken zu “Distanz, aber wie?!

  1. Hallo,
    ich möchte mich sehr herzlich bei dir für deinen Blog bedanken! Er hat mir endlich nach viel zu vielen Jahren die Augen geöffnet! Wie du in deinem Eintrag schreibst, habe ich den Kontakt beendet und ich fühle mich so viel besser! Frei, glücklich, energiegeladen! Ich habe mir das nicht vorstellen können und bin um so überraschter wie gut es mir schon nach kurzer Zeit geht. Durch die eine Person habe ich in meinem Leben vieles schleifen lassen und war sehr oft mit dem Welt am Ende. Danke, dass du mich durch deine Beiträge ermuntert hast den Schritt zu gehen, der MIR gut tut. Nachdem nun der erste Schritt gemacht ist, werde ich endlich wieder richtig leben können. Ich kann jeden Tag spüren wie die Lebensfreude, die ich hatte bevor ich ihn kennen gelernt habe, immer mehr zurück kehrt. Danke!

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Xenia,
      vielen Dank für deinen sehr netten Kommentar!
      Es ist wirklich erschreckend, dass man in einen Strudel aus Negativität geraten kann, wenn man an Beziehungen festhält, die einem nicht gut tun.
      Klingt wirklich gut was du schreibst. Viel Kraft weiterhin!

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s